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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 20

°Lara°

„Hab ich gar überhaupt nicht getan!“, motzte ich und kuschelte mich an meinen Freund.
„Doch, hast du wohl!“
„Nö!“, ich zog einen Schmollmund und machte große Kulleraugen, da wurde Bill immerzu schwach und lenkte vom Thema ab…
„Jawohl!“
…heute wohl nicht.
„Nein ich habe die beiden gar nicht beim Knutschen gestört!“
Er warf mir jetzt schon seit gut einer halben Stunde vor, dass ich nicht hätte sollen ‚an die Glastür klatschen.’
„Boah, geh mir nicht! Du gibst ja doch nicht nach!“, er drehte sich genervt weg von mir und drückte sich das Kissen übers Ohr.
Seufzend drehte ich mich auf die andere Seite des Bettes und verhakte meine Füße in Bills Beine. Ich wusste, dass ihn das wahnsinnig machte und er dann immer sauer wurde. Das wollte ich ein wenig provozieren. Er war ja schließlich auch sauer auf mich!
Ich ließ den Fuß zwischen seine Beine hinaufwandern, wurde jedoch vor meinem Ziel von meinem Freund gestoppt.
„Süße, willst du mich jetzt etwa verführen?“, sofort drehte er sich zu mir um und schlang den Arm um meinen Bauch.
„Ja weil ich nicht will, dass du sauer bist. Mein Pupsischnuckibärchen!“, ich quietschte auf und spitzte den Mund um meine Lippen kurz darauf auf Bills Wange zu drücken.
Was war das? Der totale Abturner- für Bill zumindest.
Er kreischte wütend auf und sprang sogleich aus dem Bett.
„Ich geh auf die Couch!“, bestimmte er und verließ das Zimmer.
Ich blieb zurück und lag nun alleine im breiten, französischen Bett. Wütend machte ich Bills Anlage an und schaltete auf das traurigste Lied, das die laufende CD spielte.
Es dauerte nicht allzu lange, da kam Bill wieder angetrottet und schmiss sich neben mich aufs Bett. Überrascht blickte ich ihn an, zog die Augenbrauen hoch und rückte ein Stückchen von ihm weg. Er nervte wirklich, wenn er das Gegenteil tat, von dem was er sagte!
„Was, so schnell änderst du die Meinung?“
„Mum hat mich weggeschickt! Dabei wollte ich einen Ehealltag einführen!“, bei diesen sinnlosen Worten musste selbst ich herzhaft lachen.
Also lagen wir nebeneinander auf dem Rücken im Bett und machten gar nichts außer Händchen halten. Ja, wir waren schon ein merkwürdiges Paar. Aber wir liebten uns, das war das Wichtigste.
„Meinst du, Lisi und Tom kommen auch einmal zusammen?“, murmelte ich und holte Bill somit aus dem Halbschlaf zurück.
„Hmhm…“, brummte er und drückte sich zurück ins Kissen, zog mich mit dem Arm um meinen Rücken an sich und kuschelte sozusagen ohne meine Erlaubnis mit mir. E dachte, dass ich- nur weil ich seine Freundin war- auch sein Eigentum war. Mir machte das wenig aus, da ich ihm ja wenn es nervte auch sagte, dass es nervte.
Antwort bekam ich keine mehr, dafür schlief ich ein und musste Bills Schnarchen nicht ertragen, das ich erst am nächsten Morgen, als der Wecker klingelte bemerkte.
„Bill wach auf du schnarchst! Das nervt!“, motzte ich, stieß mit dem Fuß gegen sein Hinterteil und hörte nur mehr einen dumpfen Knall, welcher Bills Landen am Boden bestätigte.
„Fuck, ey! Pass auf du Chaotin!“, er rieb sich den Rücken und kam dann zurück ins Bett gekrabbelt, wickelte sich gänzlich in Bettdecke ein und schnarchte mit einem frechen Grinsen im Gesicht weiter.
Natürlich wollte er mich provozieren. Aber darauf würde ich nicht eingehen, also stand ich auf und lief stolz über mein Nerviges-Freund-Ignorieren aus dem Zimmer und ins Bad, wo ich mich schultauglich machte.
Erst als ich aus der Dusche kam fiel mir ein, dass Lisi diese Nacht hier geschlafen hatte. So war das Erste, was ich machte als ich fertig war, dass ich zum Gästezimmer hüpfte und dort anklopfte. Ich wusste nicht, ob sie schon auf war oder ob sie noch schlief. Schließlich musste der Glückspilz nicht zur Schule. Da ich auch keine Lust hatte, hier noch weitere fünf Minuten vor der verschlossenen Tür zu stehen, drückte ich die Türklinke hinunter und lugte in das abgedunkelte Zimmer. Erschrocken trat ich ein, das Bett war so gut wie unbenutzt und Lisi lag nicht darin.
Ich schrie auf und guckte hinter der Tür nach, das Fenster war ebenfalls offen.
„Bill!“, schrie ich auf und rannte zurück in Bills Zimmer, wo er sich im Bett wälzte um mich wohl zu überhören.
„Lisi ist nicht da!“, ich schleifte ihn aus dem Bett und zog ihn auf seine Beine, von wo aus er mich schnaubend anstarrte und dann wieder umdrehen wollte.
„Nein im Ernst! Sie ist nicht im Bett und das Fenster ist total offen! Was, wenn sie abgehauen ist? Oder wenn Markus eingebrochen ist und sie mitgenommen hat?“, panisch sah ich meinen Freund an, der jetzt erst den Ernst der Lage wahrnahm. Er war jedoch trotzdem nicht so besorgt um meine beste Freundin wie ich selbst.
„Guck doch bei Tom, da ist sie bestimmt!“, murmelte er nur und ging mit einem Kuss an mir vorbei ins Badezimmer.
Die Idee war mir noch nicht gekommen, Bill hatte Recht. Und jetzt war ich nur mehr neugierig, als ich mich vor Toms Zimmertür stellte und das Ohr daran presste.
Die Tür wurde plötzlich und völlig unerwartet aufgerissen und ich prallte mit voller Wucht gegen Toms Brust.