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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 17

*Lisi*

Bill und Lali gingen aus den Raum und ich schluchzte noch immer in Toms Arme. Es tat gut von ihm umarmt zu werden. Sehr gut sogar… „Tut mir Leid Tom.“ „Was denn?“ „Na ja…Ich mach dir hier alles voller Schminke…Das ist nicht gut.“ „Heeey…ist schon okay. Vergiss es…Das kann man ja waschen und dann ist es weg.“ Ich sah ihm mit meinen verheulten Augen ins Gesicht. Er lächelte mich leicht an. „Ich…Ich krieg dieses Bild nicht aus dem Kopf wie Fabi von dem LKW erwischt wird. Es will einfach nicht verschwinden…Da kann ich tun was ich will…“ „Es wird weggehen…aber das braucht seine Zeit und ich helfe dir dabei das durch zustehen. Ich werd dich nicht alleine lassen. Genau so wenig wie Lali und Bill. Wir sind für dich da. Ich bin für dich da.“ Ich nickte leicht. „Was wird denn jetzt eigentlich passieren?“, fragte ich leise. „Wie meinst du das?“ „Na ja…Ob wir jetzt nach Hause fahren. Und…ich…“ „Hey darüber mach dir mal keine Gedanken. Jetzt bist du mal hier und bleibst auch hier. Ich lass dich nicht gehen.“, flüsterte Tom und wischte mir eine Träne aus dem Gesicht. „Und ich werde dir helfen. Ich lass dich nicht im Stich.“ „Warum machst du das alles?“ „Was?“ „Warum bist du so lieb zu mir?“, flüsterte ich mit weinerlicher Stimme. „Weil ich…ich…“ Man sah ihn an das er etwas sagen wollte, doch irgendwie konnte er es nicht. „Du?“ „Weil ich…“, flüsterte er, brach dann aber ab und sah mich an. Leicht enttäuscht da er anscheinend das was er sagen wollte nicht über die Lippen brachte, sagte er dann: „Weil ich dich nun mal voll gern hab und ich nicht will das es dir schlecht geht.“ Ich lächelte auch. „Danke…“ „Keine Ursache.“ Plötzlich sah er mir ganz intensiv in die Augen. So als würde er in mich hinein sehen wollen mit seinen wunderschönen rehbraunen Augen. Ich schluckte leicht und da näherte sich Tom langsam meinem Gesicht. Mit einer Hand strich er sanft über meine Wange. Er war mir schon verdammt nahe, als plötzlich die Tür auf ging und wir beide zurückzuckten vor Schreck. Lali und Bill kamen wieder, mit einem Tablett in der Hand und sahen uns verwirrt an. Ich sah verlegen zu Lali. Diese machte plötzlich große Augen und ließ beinahe die Tassen und den Tee fallen, hätte Bill nicht vorher reagiert. „Was war das jetzt bitte?“, fragte dieser dann auch und nahm seiner Freundin das Tablett ab und stellte es auf den Schreibtisch. „Nix nix!“ „Aha…Lisi? Klemmi und Markus kommen vorbei. Wir haben sie angerufen und sie dürfen kommen.“ Ich nickte leicht und da fiel mir ein was Markus getan hatte. „Ich will aber nicht mit Markus reden.“ „Was? Warum denn?“, fragte Tom verwirrt. „Wegen vorhin…“ „Wie wegen vorhin?“ Tom verstand nur Bahnhof, doch den anderen beiden ging ein Licht auf. „Na ja Tom das war so. Lisi gab sich die Schulde an…na ja an dem Geschehenen und Markus versuchte sie zu beruhigen, aber es klappte nicht. Also hat er ihr dann einfach so ohne jegliche Vorwarnung eine geknallt.“ Tom machte große Augen. „Ich versteh dich Lisi und du musst auch nicht mit ihm reden. Ich lass ihn gar nicht in die Nähe von dir!“, lächelte Lali leicht und kniete sich vor mich hin. Ich nickte nur. „Wollen wir fern gucken?“, fragte Bill dann. Tom sah auf einmal irgendwie sauer aus und ging dann nach einigen Minuten aus dem Zimmer. Wir anderen sahen uns an. „Was hat er denn auf einmal?“, fragte ich leise. „Ich glaub ich weiß was es ist…Ich red mal mit ihm.“, sagte Lali und verschwand ebenfalls. „Weißt du auch was er hat?“ „Na ja nicht wirklich aber ich denke es ist weil du so leidest und weil Markus dich na ja…weißt schon.“ Keiner von uns sagte was. Also schult Bill den Fernseher an und was ich da sah ließ mich erneut anfangen zu weinen. Es war ein Bericht über den Unfall von Fabi. Man sah wie der Krankenwagen weg fuhr und die geschockten Gesichter meiner Klassenkameraden. Bill wollte weg schalten doch ich hielt ihn davon ab. „Nein bitte…Lass es…“ Er sah mich besorgt an nickte dann aber. Plötzlich war mein Lehrer eingeblendet und wurde interviewt. „Wir können es noch gar nicht fassen was da passiert ist. Wir sind alle sehr geschockt und trauern um unseren Schüler…“ „Er trauert?“, fragte ich leise und schüttelte den Kopf, „Er TRAUER?“ Ich wurde lauter und sprang auf. „Einen Scheiß tut er…In kümmert es doch gar nicht das Fabi tot ist!! Das ist ihm scheißegal!!! Er hat sich nie um uns Sorgen gemacht und jetzt auf einmal nur weil er im Fernsehen ist????“, regte ich mich auf. Bill stand auf und kam zu mir. „Hey beruhig dich. Er weiß nicht was er redet! Er ist ein Idiot.“ „Bill das ist nicht fair, dass er so ist…Ich will nicht zurück zu meiner Klasse. Und ich will nicht nach Österreich zurück. Ich hab da doch niemanden mehr. Fabi war mein einziger Halt und jetzt? Ich halte das nicht aus ohne ihn…ich…VERDAMMT!“, heulte ich und Bill nahm mich in den Arm. „Es wird alles gut, du wirst sehen!“, sagte er leise. Lali kam rein und nahm mich ohne zu fragen auch in den Arm. „Klemmi und Markus sind schon da. Tom ist bei ihnen und redet mit den beiden. Sie haben dir ein paar Sachen mitgebracht.“ „Sachen? Für was denn.“ „Na ja wenn du willst kannst du hier übernachten bei den Jungs. Ich mach es auch und ich hab Klemmi Bescheid gegeben, dass er was einpacken soll.“ Ich lächelte leicht. „Danke Leute.“ „Kein Problem und jetzt lass uns zu Tom und den anderen gehen.“ Wir nickten und gingen die Treppen runter. Ich wischte mir die Tränen weg und als wir noch nicht mal im Wohnzimmer waren, vernahmen wir laute Stimmen. Tom pfiff jemanden wütend zusammen. Wir gingen in den Raum und Tom und Markus standen sich gegenüber. „Wie konntest du das tun?? Bist du bescheuert Junge? Ein Mädchen einfach so zu schlagen?! Eeeey…“ Wir anderen sahen uns besorgt an und Markus verteidigte sich. Was er da sagte, machte mich baff. „Mein Gott das wollte ich doch nicht!!! Es war ein Reflex. Ich würde nie dem Mädchen das ich liebe so wehtun wollen…Das wollte ich nicht!“ Ich hielt die Luft an genau wie die anderen. Lali machte große Augen, genau wie Klemmi. Bill sah besorgt zu Tom. Und Tom sah starr in Markus Gesicht. Markus sah ertappt zu mir. „Was?“, fragte ich langsam nach. Tom und Markus sahen gebangt zu mir. „Ja…Ich…hab mich in dich verliebt.“, sagte Markus leise und kam dann zu mir. Er nahm meine Hand in seine. „Lisi es tut mir Leid, dass ich dich geschlagen habe. Ich wollte das nicht, wirklich nicht. Ich liebe dich doch. Und guck mal, gemeinsam können wir es schaffen über Fabi hinwegzukommen.“ „MARKUS!“, rief Klemmi auf. Ich schüttelte nur den Kopf und lief zurück in Toms Zimmer wo ich mich dann einschloss. Ich lehnte mich an das Holz und fing an zu weinen. Warum sagte er mir das jetzt? Warum konnte er nicht einfach die Klappe halten? Muss dass denn alles zusammen kommen? Und von wegen wir kommen gemeinsam über Fabi hinweg. Ich werde nie über Fabi hinweg sein. Weil er mein bester Freund war. Mein fester Halt. Meine zweite Seite. Mein Ein und Alles…Ich wollte ihn zurück. Ich wollte, dass er jetzt bei mir wäre und ich wollte ihn umarmen. Ich liebte Fabi wie einen Bruder. Und jetzt war er für immer von mir gegangen. Ich wusste, dass ich mit dieser Tatsache nicht fertig werden werde. Und das so sehr, dass ich sehr bald beinahe eine Dummheit begonnen hätte…