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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 15
*aus der Sicht von Lisi*
Keine Ahnung wie lang wir da standen. Einfach so umarmt. Und wobei ich ihm sein Shirt voll rotzte. „Was ist denn passiert?“, fragte Tom leise nach als ich mich bisschen beruhigt hatte. „Fabi…E-er…“ „Pssscht….Red nicht weiter…“, sagte Tom nur und drückte mich fester an sich. „Weißt du was wir gehen jetzt zu mir nach Hause und da wärmen wir dich erst mal auf ja?“, redete er dann weiter. Ich nickte nur und er öffnete seine Jacke wieder. Ich schlüpfte raus und anstatt das er sie wieder zu macht zog er sie sich aus. „Was machst du denn bist du verrückt? Du könntest krank werden.“, sagte ich heißer. „Da redet genau die richtige. Hier…Ich will nicht das du krank wirst.“ „Aber…“ „Nix da.“, sagte Tom nur und legte mir die Jacke um. Er zog den Zipp zu und gab die Kapuze über meine nassen Haare. Dann grinste er mich lieb an, nahm meine Hand und ging los. „Ist es weit?“, fragte ich leise. Meine Stimme war von dem vielen heulen im Arsch. Na ja kein Wunder oder? „Nein…Nur zwei Straßen weiter. Wir sind gleich da. Hältst du das so lange aus?“ Ich nickte. Mir war zwar kalt aber das ging schon. Mit schnellen Schritten liefen wir zu Tom nach Hause. Dort angekommen klopfte er an die Tür die uns kurze Zeit später von einer Frau geöffnet wurde. Ich nahm mal an das es die Mutter von ihm und Bill war. „Hey wolltest du nicht zu Andi?“ „Ja ist was dazwischen gekommen.“, sagte Tom und zog mich ins Haus. „Oh wir haben Besuch.“ „Ja…Mum das ist Lisi, Lisi das ist meine und Bills Mum.“ „Hallo…“, sagte ich leise und etwas schüchtern. Simone wechselte mit Tom einen fragenden Blick aus. Dieser sah besorgt zurück. Ich versuchte meine Tränen zu vertuschen, was mir allerdings nicht wirklich gelang. „Du bist ja ganz nass. Am besten du ziehst die nassen Sachen aus und Tom gibt dir ne Boxer und ein Shirt von sich ja? Willst du dich duschen auch gehen?“, fragte Simone und legte liebevoll eine Hand auf meine Schulter. „Ähm…“, fing ich an wurde aber von Tom unterbrochen. „Klar geht sie duschen. Immerhin musst du dich aufwärmen. Komm mit…“, sagte er und nahm meine Hand. Er zog mich die Treppen hoch und führte uns ins Badezimmer. „Bin gleich wieder da.“, sagte er und verschwand. Ich sah in den Spiegel und schreckte mich. Meine Augen waren rot und die ganze dunkle Schminke in meinem Gesicht war überall nur nicht dort wo sie sein sollte. Ich gab die Kapuze von meinem Haar und zog den Reißverschluss der Jacke auf. Langsam ließ ich sie von meinen Schultern gleiten. Tom kam wieder. „Hier…Ich leg dir die Boxer und das Shirt aufn Klodeckel. Alles was du brauchst ist in der Dusche.“ Er ging zur Dusche und drehte sie auf. Dann drehte er sich zu mir. Ich gab ihm die Jacke in die Hand. „Danke Tom…“, flüsterte ich. „Ist schon okay. Jetzt wärm dich erstmal auf und dann kannst du mir ja erzählen was passiert ist wenn du willst.“, sagte er leise. Ich nickte und wir sahen uns in die Augen. Langsam füllte sich der Raum mit dem Dampf des heißen Wassers. Tom sah mir tief in die Augen. Es war still. „Ähm…Ich…geh dann mal.“, nuschelte er und bevor er den Raum verließ drückte er mir einen Kuss auf die Stirn. Total perplex drehte ich mich um und sah ihm nach. Er schloss hinter sich die Tür und ich schloss ab. Dann befreite ich mich aus den durchnässten Klamotten und stieg in die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf meinen kalten Körper und ich schloss die Augen um es zu genießen. Das konnte ich allerdings nicht wirklich da ich dauernd an den Unfall denken musste. Als ich fertig geduscht hatte zog ich mich an und befreite mein Gesicht von der dunklen Schminke. Fertig nahm ich die nassen Sachen und ging runter in die Küche wo ich Stimmen vernahm. „Ich weiß auch nicht was los ist…Sie ist mir rein gerannt als ich auf den weg zu Andi war…“ „Hmm…Am besten du redest mit ihr.“ „Ja…“, sagte Tom leise. Ich blieb im Gang stehen und hörte zu. Normalerweise tat ich so was ja nicht… „Mach dir keine Sorgen Schatz. Es ist sicher nicht so schlimm wie du denkst.“ „Ich hoffe es…“ „Du magst sie oder?“, hörte ich wie Simone Tom fragte. Ich hielt die Luft an. „Ja…Sehr…“, erwiderte Tom leise. Mein Herz raste auf einmal hundert mal schneller. Ich schluckte und beschloss dann den Raum zu betreten. Ich wollte nicht weiter lauschen. „Oh du bist schon fertig.“, sah Simone auf. Die beiden saßen am Küchentisch und Tom blickte Gedankenverloren auf den Boden. „Ja…Wo soll ich denn die…“ „Ach gib her ich mach das schon. Geht ihr beiden nach oben. Ich bring euch dann was zum Trinken und Essen ja?“, lächelte Simone freundlich und sah ihren Sohn erwartungsvoll an. Doch dieser sah noch immer auf den Boden. Also gab ihn Simone einen leichten Tritt. „Ähm…Ja okay.“, sagte er schnell und kam zu mir. Lächelnd nahm er mich an der Hand und zog mich wieder mit. „Deine Mum ist nett…Ich mag sie.“, sagte ich leise. Tom erwiderte nichts, sondern lächelte mich nur an. Genau als wir sein Zimmer betraten klingelte sein Handy. „Hey Bill…Ähm...Lisi ist bei mir, warum?...Ja sie ist mir entgegengelaufen. Wir sind zuhause bei mir im Zimmer!...Okay bis gleich…Tschau.“ Während Tom telefoniert hatte, setzte ich mich aufs Bett und sah mich im Zimmer um. „Das war Bill…Kann es sein das die dich suchen?“, fragte Tom stirn runzelnd und kam zu mir. Er setzte sich neben mich und sah mich erwartungsvoll an. „Ähm…“, gab ich von mir und da klopfte es an der Tür. „Ich bring euch nur das Trinken.“, kam Simone lächelnd ins Zimmer und stellte das Tablett auf den Schreibtisch. „Mum wenn Lali und Bill kommen schick sie bitte her ja?“ „Okay.“, grinste sie und ging. Tom ging zum Schreibtisch, nahm eine der Tassen und reichte sie mir. Dankend nahm ich sie an und er setzte sich wieder neben mich. „Was ist passiert?“, fragte Tom leise. Ich sah ihn kurz in die Augen und drehte mich dann zum Fenster um. Ich dachte an Fabi und wieder kamen mir die Tränen. „Lisi…“, fing Tom an doch ich unterbrach ihn. „Es hat eigentlich da angefangen wo Angelika mich wütend anschnauzte. Ich hab mit Lali telefoniert und wir haben über dich geredet…“ Noch immer sah ich Tom nicht an. „Angelika meinte du gehörst ihr und hat mich gestupst als ich ihr die Meinung gesagt habe. Ich bin auf der Straße gelandet. Ich schrie sie an und rappelte mich wieder hoch und ging weiter. Mit Lali telefonierte ich noch immer und genau als ich die Straße überqueren wollte, da die anderen schon drüben waren, hörte ich nur noch wie Fabi meinen Namen rief und Pass auf schrie. Ich drehte mich um und da lag ich wieder am Boden. Angelika…hat mich wieder gestupst…Und dann ging alles ganz schnell…“ Jetzt drehte ich mich um und sah verheult zu Tom. Er besorgt zurück. „Ein…ein Lastwagen kam auf mich zu und konnte nicht abbremsen. Oder doch aber er rutschte wegen dem Regen weiter…Fabi lief auf mich zu, zog mich hoch und stupste mich auf die Seite. Der Lastwagen prallte voll auf Fabi und er….er flog paar Meter weiter und blieb dann regungslos am Boden liegen….Ich…Ich bin zu Fabi und hab ihm…gesagt er…soll durchhalten aber er…er…“ Ich gab eine Hand vor meinen Mund und schluchzte auf. „Hey…“, flüsterte Tom und legte eine Hand auf meinen Rücken. „Fabi…Er…Er ist tot…“, weinte ich. Tom hielt die Luft an. Dann nahm er mich in den Arm und drückte mich fest an sich. „Oh mein Gott…Lisi…das tut mir sooo Leid.“ „Er darf nicht tot sein Tom…Er darf es nicht…Er kann mich doch nicht einfach so alleine lassen…“ Ich klammerte mich regelrecht an Tom und er drückte mich auch fester zu sich. Gerade als er was sagen wollte wurde die Tür aufgerissen und Lali stand schnaufend da. „Lisi…“, flüsterte sie und kam schnell zu mir. Bill kam ebenfalls ganz außer Atem ins Zimmer gestürzt und lehnte sich mit einer Schulter am Türstock an. Besorgt sah er zu mir und seinem Bruder. Lali hielt mich fest im Arm und beide heulten wir. „Lali…er…ich will nicht das Fabi tot ist…“ „Ich weiß…ich doch auch nicht.“ „Und es ist meine schuld…“ „Nein Lisi das ist nicht wahr hörst du?“, sagte sie und nahm meinen Kopf in ihre Hände. „Doch…wäre ich nicht auf der Straße gelandet…wäre er nicht so mutig gewesen und hätte mir geholfen…“, schluchzte ich. „Lisii…“, schluchzte sie, „Bitte gib dir nicht die Schuld…Das hast du ja nicht…“ Ich schüttelte nur den Kopf und weinte weiter in Lalis Schulter.