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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 8

~Lara~

Ich konnte nicht fassen, was Fabi uns da erzählte. Lisi hatte keine Eltern mehr? Fabi auch nicht? Bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen? Ich musste stark schlucken, als Fabi diese Worte sagte.
„Oh…“, brachte ich nur heraus und setzte mich auf die Liege. Starrte geschockt geradeaus. Jetzt verstand ich, warum Lisi im Café so reagiert hatte, als ich sie auf ihre Eltern angesprochen hatte. Aber, dass ihre Eltern tot waren, das hätte ich mir beim besten Willen nicht gedacht.
„Aber was hat Angelika damit zu tun?“, fragt Bill, als wäre er hier in einen Mordfall verwickelt und dafür fängt er sich von mir einen Stoß in die Rippen ein. Was stellt der für unpassende Fragen?
„Keine Ahnung, sie hat etwas gegen Lisi und mir. Wahrscheinlich weil wir keine Eltern haben oder so, sie macht Lisi immer fertig und jetzt müssen die auch noch zusammen in ein Zimmer ziehen.“
„Ja ich hab mir schon so was gedacht!“, machte ich einen auf Klug.
Fabi zuckte nur mit den Schultern und steuerte den Ausgang des Schwimmbades an, wohin ich ihm nur folgte.
„Bill, kannst du meinen Kram bitte mit einpacken?“, fragte ich lieb und Bill nickte nur betroffen, kramte meine Sachen zusammen.
Schnell sprinteten Fabi und ich zu Lisi ins Zimmer, wo sie jedoch nicht war, genauso wenig, wie ihr Kram da war.
„Die ist bei uns ins Zimmer!“, sagte da plötzlich Fabi und ging eine Tür weiter, stieß dort die Tür auf. Lisi saß auf dem Bett, die Augen ganz glasig, ich sah das glänzen bis hierhin. Sie sah aus wie ein Häufchen Elend.
Fabi lief sofort zu ihr hin und nahm sie in den Arm. Da hörte ich, wie Lisi anfing zu schluchzen und nicht den Anschein machte, als möchte sie jemals wieder aufhören. Ich konnte sie verstehen, würden meine Eltern sterben, wäre ich mindestens genauso am Boden, obwohl die zwei mich im Moment eigentlich nur nervten. Aber man merkt eben erst, was einem eine Person bedeutet, wenn es zu spät ist.
Lisi fing an, Fabi zu erzählen, was Angelika gesagt hatte und da lief mir direkt wieder eine Träne die Wange hinunter.
„Ach, mach dir nichts draus, die ist doch nur blöd! Sie weiß gar nicht, was sie redet! Hör ihr einfach nicht zu und ignorier, was sie sagt!“, tröstete Fabi Lisi.
‚Nein, das werde ich nicht ignorieren! Die blöde Schnepfe wird noch ihr blaues Wunder erleben! Wer meiner Lisi was antut, der kriegt es mit mir zu tun!’, beschloss ich einen auf Helden zu machen.
„Boah die behinderte Schlampe!“, murmelte ich und machte auf der Stelle kehrt um wieder hinunter ins Schwimmbad zu laufen, wo meine Jungs mit Klemmi und Markus immer noch Sachen zusammenpackten. Ohne sie zu beachten, steuerte ich Angelika und ihre Tussis an und baute mich vor ihnen auf.
„Sag mal bist du so behindert oder fühlst du dich cool?“, zischte ich und stupste sie an, sodass sie leicht nach hinten stolperte.
„Was…?!“, fing sie an, doch ich stupste gleich noch mal.
„Was fällt dir eigentlich ein? Nur weil du auf Tom stehst und Tom auf Lisi steht, brauchst du dich hier überhaupt nicht einmischen, ist das klar? Er hat überhaupt kein Interesse an dir, weil er nämlich auf ein wenig kluge und vor allem hübsche Frauen steht! Und du bist wirklich nicht mal ein Millimeter einer Frau! Guck dich doch mal an! Fühlst dich stark, wenn du andere runtermachen kannst! Und bitte, man sieht doch von zwanzig Metern Entfernung, dass deine Titten nur Push- Up sind! Das find ich echt nichts anderes als peinlich! Schau dich mal um, siehst du einen, der auf dich steht? Nein, die laufen erst auf dich zu, wenn sie betrunken sind und es mal dringend wieder nötig haben! Für was sind Schlampen denn sonst da, hm?“, zischte ich weiter und verpasste ihr einen Stoß, dass sie direkt nach hinten ins Wasser fiel.
Die hatte hier bestimmt nichts mehr zu melden!
„Und wenn du Lisi noch mal blöd anmachst, dann hast du Tom ganz bestimmt als den Anführer deiner Gegenspieler, du feige Schlampe vom Dienst!“, fauchte ich, drehte mich erhobenen Hauptes um und ging direkt wieder an Tom und Bill und Markus und Klemmi vorbei, die nur dastanden mit aufgerissenen Mäulern und zu Angelika starrten, die sich jetzt den Weg aus dem Wasser suchte.
Wenigstens war diese Hure weg vom Fenster! Die traute sich jetzt bestimmt nicht mehr in Lisis Nähe! Allein wegen Tom nicht!
Pf! Wenn jemand meine Freunde blöd anmachte, dann hatte er ganz schön ein Problem und zwar nicht nur mit mir alleine!
„Wow, das war ja mal Frauenpower!“, kam es von Klemmi, welcher anerkennend zu Angelika sah, die mittlerweile vor Wut auf dem Boden stampfte, wie Rumpelstilzchen es einst getan hatte.
Stolz auf mich selber ging ich zu Lisi und Fabi zurück, die jetzt beide weinten.
Das hatte Angelika voll verdient!
Ich setzte mich neben die beiden auf das Bett und streichelte zärtlich über Lisis Rücken.
„Das tut mir so leid.“, sagte ich leise und nahm sie in den Arm.
„Du kannst doch nichts dafür…“
„Aber ich hätte es müssen früher merken. Du bist doch meine beste Freundin.“, lächelte ich und drückte ihr einen kleinen Kuss auf die Wange. Da fing sie noch mehr an zu schluchzen.
„Du bist so lieb zu mir!“
„Ich weiß, dafür ist eine beste Freundin doch auch da!“, lächelte ich.
„Die tut dir jetzt nichts mehr!“, erklärte ich.
„Sie tut mir immer so weh, wenn sie so gemein ist! Die hat doch überhaupt keine Ahnung wie es ist, ohne Eltern zu sein! Nur weil sie reiche Eltern hat, die ihr alles kaufen, was sie will!“, weinte Lisi.