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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 4

Lisi benahm sich komisch. Seit ich sie gefragt hatte wo ihre Eltern seien,
sagte sie so gut wie gar nichts mehr zu mir. Ich wusste nicht mal ob ich
etwas Falsches gesagt hatte und traute mich nicht dazu sie danach zu fragen.
Also war ich ziemlich erleichtert als ich aus den Augenwinkeln schon Tom
sah, der das Lokal betrat, mit seinem Checkergrinsen und seinem coolen Gang,
und somit eigentlich alle Blicke der Mädchen im Raum auf sich zog.
Eingeschlossen Lisis. Sie schien wie hypnotisiert. Während Tom einem blonden
Mädchen zuzwinkerte, senkte Lisi ihren Blick.
„Na, Mädels?“, grinste Tom und ließ sich neben mir auf die Bank nieder,
sodass ich weiter hinein rutschen musste.
„Na, hey! Hast was Hübsches gekauft?!“, fragte ich grinsend und angelte mir
seine Einkaufstasche.
„Die ist ja geil!“, staunte ich.
„Ja hab ich auch ich gekauft, was?!“, lachte Tom und nahm mir die Tüte
wieder ab.
„Und ihr? Darf ich mal gucken was ihr gekauft habt?“, Tom grinste mich frech
an und angelte nach meiner Einkaufstüte, die ich ihm jedoch schnell wieder
entnahm.
„Nein, ich hab Unterwäsche gekauft. Die darfst du nicht angucken!“, lachte
ich zurück und Tom sah mit einem Schmollmund zu Lisi hinüber, da ich diesem
Schmollmund schon seid langem widerstehen konnte.
„Hast du auch Unterwäsche gekauft?“, fragte Tom sie. Lisi sah ihn erst an,
als hätte er etwas total absurdes erzählt und wurde dann leicht rose, ehe
sie ihm ohne Widerrede ihre Einkaufstasche übergab.
„Nein! Um Himmels Willen du darfst Tom nicht deine gekauften Sachen
zeigen!“, schritt ich ein und nahm Tom die Tasche wieder weg.
„Niemals Tom deine Beute zeigen!“, lernte ich ihr und zwinkerte, worauf ich
mir von Tom einen bösen Blick und noch dazu einen Stoß in die Rippen
einfing.
Ich grinste Lisi an, diese war auch wieder ganz normal und saß mittlerweile
neben Fabi. Ich fand die beiden so süß zusammen und ich hatte ja auch
wirklich gedacht sie wären ein paar, da sie supergut zusammenpassten. Die
Jungs bestellten sich etwas zu trinken und dann kam auch schon Bill mit
Markus ins Lokal. Nach gut einer Stunde verließen wir das Hotel wieder zu
siebt und schlenderten zur Bushaltestelle zurück, wo wir noch knappe
fünfzehn Minuten auf den Bus warten mussten.
„Kommst du jetzt noch mit zu mir?“, fragte mich Bill und legte seinen Arm um
meine Schulter.
„Ich weiß nicht.“, überlegte ich und sah zu Lisi. Mein Blick wechselte zu
Tom, welcher unauffällig zu Lisi rüberlinste.
„Tom was machst du jetzt noch?“, fragte ich deshalb.
„Ähm… ich… keine Ahnung!“, stammelte er, sichtlich aus dem Konzept gekommen.
Genervt schnaubte ich und verschränkte dann meine Arme.
„Hallo? Weiß hier überhaupt jemand was er jetzt machen will?“
„Ja ich!“, schaltete Bill sich ein und ich ignorierte ihn gekonnt. Im Grunde
wollte ich nur hören, dass Lisi und ihre Freunde nicht mehr zurück zu ihrer
Klasse finden würde und wir sie begleiten sollten.
„Wisst ihr überhaupt wo ihr jetzt hin müsst?“
„Zum Hotel!“, lachte Klemmi.
„Okay, da ihr wahrscheinlich nicht mehr wisst wo das ist, werden wir euch
dahinführen!“, erklärte ich grinsend und hackte mich bei Lisi unter, welche
ebenfalls grinste. Ihre Haare wehten im Wind und es sah wunderbar aus. Am
liebsten hätte ich davon jetzt ein Foto gemacht und es an meine Pinnwand
gepinnt, nur leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei.
Als wir bei ihrem Hotel angekommen waren, verabschiedeten wir uns und
tauschten auch natürlich die Handynummern aus, da ich Lisi so nett fand und
unbedingt weiter in Kontakt mit ihr bleiben wollte.
So ging ich dann mit den Zwillingen wieder nach hause und grinste den ganzen
Weg lang. Es war toll für mich, eine Freundin gefunden zu haben, da ich
eigentlich relativ wenig mit Mädchen unterwegs war. Schließlich waren meine
besten Freunde zwei Jungs und dementsprechend kannte ich genügend Jungs und
hatte mir auch ziemlich viel von diesen abgeguckt. Letzten Endes war
meistens ich es, die die Jungs ansprach und das mochten die Mädchen in
meinem Alter anscheinend nicht sehen. Deshalb hatte ich auch keine wirkliche
Freundin und freute mich umso mehr, dass ich heute Lisi kennen gelernt
hatte. Sie musste bestimmt genauso wie ich sein, da sie ja auch anscheinend
meistens mit Jungs rum hing.
„Kommst du jetzt noch mit zu mir?“, fragte mich Bill noch mal und blitzte
die Jungs an, die an uns vorbeigingen und Bill böse ansahen. Nein, mein
Freund war nicht beliebt bei den Jungs, genauso wenig wie Tom.
Wahrscheinlich weil sie beliebt bei den Mädchen waren. Ich konnte mich noch
allzu gut daran erinnern, wie sie sich eines Tages mitten im Schulhof mit
vier Jungs angelegt hatten und diese dann Schlussendlich K.O geprügelt
hatten. Bei diesem Gedanken musste ich leicht grinsen. Sie waren immer in
Aktion und ja auch wirkliche Jungs, auch wenn man das auf dem ersten Blick
nicht denken mochte. Ich mochte es, dass sie anders als die meisten anderen
waren und ich mochte es auch, wenn man uns nachsah, weil die Zwillinge eben
ein wenig wie Schlägertypen aussahen. Deshalb fühlte ich mich auch immer
richtig wohl bei ihnen.
„Nein, ich denke ich geh heim. Heute kommt meine Schwester zurück, da will
ich schon zuhause sein. Aber du kannst ja auch mitkommen, wenn du magst!“,
erklärte ich lachend.
Meine Schwester war für ein halbes Jahr in England gewesen um dort die
Schule zu besuchen und die Sprache zu lernen.
„Ja okay ich komme mit.“, meinte Bill direkt.
Nachdem wir uns also von Tom verabschiedet hatten, welcher zu Andi wollte,
schlenderten Bill und ich weiter Richtung meines Hauses.
„Ich bin wieder da Mum!“, schrie ich durch das Haus und lugte zuerst in die
Küche und dann ins Wohnzimmer, wo meine Mutter mit meinem Vater saß. Beide
lasen etwas und schienen mich gar nicht wahrzunehmen. Wie immer also. Ich
sah zu Bill, verdrehte dann meine Augen und ging dann weiter zu Treppe, die
uns zu meinem Zimmer bringen sollte.
„Lara?!“, rief meine Mutter, als ich meine Schlafzimmertür öffnete.
„Ja Mum ich bin da!“, lachte ich zurück.
„Kommst du zu uns ins Wohnzimmer?“
„Nein, Mum Bill ist da wir gehen ins Zimmer!“, meldete ich und schloss auch
direkt die Zimmertür hinter uns mit dem Schlüssel ab.
„Ich muss noch Hausis machen, magst du mir helfen?“, grinste ich und packte
Deutsch aus.
„Klar in Deutsch bin ich gut!“, lachte Bill und machte anschließend fast
allein die Aufgabe, bei welcher er eigentlich nur helfen sollte: Aber so war
er nun mal, er musste alles selbst in die Hand nehmen. Wenn er etwas anfing,
dann ganz und nicht halb.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte er frech grinsend. Ich wollte gerade
etwas erwidern, als es jedoch an der Zimmertür klopfte.