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On Hiatus In 3-4 Wochen zurück!

Kapitel 2

 

~Aus Laras Sicht~

 

Summend band ich mir meine Haare zu einem hohen Zopf zusammen, packte meinen Geldbeutel und mein Handy, den iPod nicht zu vergessen, in meine Handtasche und grinste mich dann noch mal im Spiegel an. Mit einer schnellen Handbewegung strich ich meine Augenbrauen zu Recht und schickte mir einen Luftkuss zu. Es klingelte direkt an der Türe und so riss ich diese mit Schwung auf und grinste in die zwei Gesichter meiner Allerliebsten.
„Hey ihr Süßen!“, flötete ich direkt und drückte meinem Freund mit den schwarzen Haaren einen Kuss auf den Mund und dem zweiten der Zwillinge einen Kuss auf die Wange.
Diese besahen mich mit einem verständnislos bis gekränkten Blick.
„Ja, sorry. Ihr mögt es nicht wenn ich euch süß nenne, schon klar. Aber ihr seid es nun mal, was soll ich sagen?! Ich kann euch nicht Bad Boys nennen wenn ihr keine seid! Bin halt ehrlich!“, ich grinste verschmitzt zu ihnen und tat entschuldigend.
„Na vielen Dank auch!“, beleidigt drehte mir Tom den Rücken zu und ging voran.
„Also? Seid ihr bereit?“, grinste ich und hakte mich bei Bill unter.
„Bist du auf Drogen?“, fragte er mich schmunzelnd und sah in meine Augen.
„Nicht, dass ich wüsste.“
„Gut, du wirkst nämlich so.“, meinte er prüfend. Versuchte mich wohl zu beruhigen.
„Nein ich freu mich nur wieder mal Geld ausgeben zu können. Ihr müsst ja immer mit eurer Mutter mitfahren wenn die in Urlaub geht.“
„Kann man nix machen, tut mir leid.“, lächelte Tom, als er sich zu uns umdrehte und wartete.
„Ja du sei mal still! Warst bis eben noch beleidigt wie doof!“, lachte ich und hakte mich bei ihm auch unter.
„Danke Lara. Ich hab dich auch lieb.“
„Ich weiß das doch.“, tat ich eingebildet. Abrupt blieb ich stehen und band meine Schuhbänder zu, welche sich schon wieder gelöst hatten.
„Mein Gott, kauf dir doch welche mit Klettverschluss! Oder mach einen Doppelknoten!“
„Nein, ist doch kein Problem.“, winkte ich ab und war wieder bereit zum Weitergehen.

Meine besten Freunde die ich schon seit Kindertagen kannte, schüttelten ihre Köpfe amüsiert über mich und gingen dann weiter. Jedoch ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Nachdem ich erst realisiert hatte, dass es eigentlich etwas besonderes war, wenn sie still waren, fingen sie direkt an laut zu lachen.

„Mein Gott, könnt ihr mich nicht vorwarnen?!“, meckerte ich über diesen plötzlichen Lachschwall hinweg.

„Sorry, Süße. Wir lachen jetzt.“, warnte Bill und kreischte weiter. Manchmal fragte ich mich wirklich ob ich nicht doch lesbisch war. Ob Bill ein Mädchen war?! Nein, ich hatte Beweise. Ein freches Grinsen trat auf meine Lippen und ich ignorierte das Gelächter gekonnt.

„Na aber hallo!“, lachte Tom plötzlich und blickte auf unsere Bushaltestelle.

„Hm?“, schreckte ich hoch und folgte seinem Blick.

„Wer erlaubt es sich, sich in unser Bushaltestelle- Häuschen zu setzen?“, meinte Bill ernst und musterte diese drei Leute auf der Bank abschätzend, während Tom wieder einen seiner Witze riss und sein Zwilling, mein Freund, Bill natürlich wieder loslachte wie sonst was.

Ich beobachtete jedoch weiterhin diese drei Busse- Diebe auf meiner Bank interessiert. Die hatte ich noch nie gesehen, ohne Zweifel. Drei Jungs und ein Mädchen, die nun auch auf uns sahen. Die Jungs zogen ihre Augenbrauen hoch, als sie zu meinem Freund blickten und das Mädchen schien uns abzuschätzen. Misstrauisch musterte ich sie und blickte dann in ihre Augen. Von weitem konnte ich nicht viel erkennen, aber da wir immer näher kamen, erkannte ich ganz langsam sogar die Augenfarbe, mit meinen Adleraugen. Hellbraune Haare, blaue Augen. Ich grinste sie an, da sie ja wirklich eine nette Ausstrahlung hatte. Ich beineidete sie. Sie hatte drei Jungs um sich und ich nur zwei.

„Jungs, mit euch kann man wirklich nichts anfangen!“, scherzte ich plötzlich beleidigt.

„Ja, wir wissen wir sind unnütz.“, grinste Bill und schwang seinen Arm um mich, als wolle er sein Revier markieren.

„Schatz, markierst du wieder?“, fragte ich skeptisch und sah Bill auf, welcher die drei Jungs mit einem gefährlich drohenden Blick musterte. Okay, er war in seiner Phase. Da konnte ihn nichts und niemand rausholen. Also blickte ich einfach wieder zu dem Mädchen hin, welches immer noch lächelte. Ich überlegte ob ich rüber gehen sollte. Sie hörte einfach nicht auf mich anzulächeln und mir wurde ganz Unbehagen. Als hätte sie einen Röntgenblick.

Als ich gerade ansetzte um auf sie zuzugehen kam der Bus um die Ecke, in welchen wir einsteigen mussten.

„Oh mein Gott, der ist überfüllt!“, stöhnte Tom gequält auf und besah sich den Bus, in welchem eine von seinen Tussen saß.

„Tom, der ist so gut wie leer. Du willst nur wegen der Tussi nicht rein! Gibs zu!“, lachten Bill und ich ihn aus und stiegen ein.

„Gar nicht wahr!“, motzte Bills Bruder und stieg hinten her.

„Ich geh auf den Zweier!“, grinste ich und setze mich ans Fenster.

„Ich will einen Dreier!“, jammerte Tom weiter und ließ sich neben einer alten Frau nieder, direkt uns gegenüber.

„Ein Flotter?“

„Nein, ein bequemer!“, grinste er und stöpselte sich die Ohrenstöpsel.

Einige Minuten überlegte ich. Dann holte ich den iPod aus meiner Tasche und stöpselte mir ebenfalls die Kopfhörer in die Ohren. Kaum hatte ich ihn eingeschalten, schaltete er sich auch von selbst wieder aus.

„Verdammter Scheißdreck!“, murmelte ich und packte ihn wieder ein.

„Bill darf ich mithören?“, fragte ich mit meinem Engelsgesicht und ließ meine Hand schon zu Bills Ohren schleichen um ihm den Ohrenstöpsel rauszureißen und dann loszulachen.

„Nein du hörst diesen Kack hier?“, fragte ich enttäuscht.

„Ja und mit deinem Schmollmund kriegst du auch nicht die andere CD! Vergiss es! Du kriegst mich nicht um den Finger!“, erklärte Bill. Doch ich versuchte es. Wieder und wieder- fast zehn Minuten lang. Und Bill blieb hart wie versprochen.

„Dann geh ich halt!“, grinste ich und sah zu Tom. Dieser winkte mich zu sich, da er sowieso schon wusste was ich wollte. Während ich über Bill kletterte haute der mir auf den Hintern. Genervt verdrehte ich meine Augen und ließ mich auf Toms Schoß nieder. Tom quetschte mir seinen Ohrenstöpsel ins Ohr, sodass ich mit einem schmerzverzerrten Gesicht aufstöhnte und den Ohrenstöpsel wieder raus nahm um ihn <i>normal</i> in mein Ohr zu stöpseln.

Als ich endlich zur Ruhe gefunden hatte, schloss ich die Augen und lehnte mich an Tom, welcher mich fest an sich drückte.

Wir waren relativ schnell an unserem Ziel und konnten dann auch aussteigen. Ich war die erste auf freiem Fuß und wartete dort auf Bill und Tom, welche wahrscheinlich wieder die ganzen Leute vorließen um nicht gestresst zu werden. Ich sah durch die Fenstern

 hinein und wurde direkt von Bill angegrinst, welcher mir einen Luftkuss zuschickte.

In dem Moment stieg das Mädchen mit ihren drei Jungs aus dem Bus aus und grinste mich wieder so lieb an. Mir fiel erst jetzt auf, wie hübsch sie war. Ich ging direkt auf sie zu, da es sowieso noch eine Weile dauern würde, bis Tom mit Bill endlich aus dem Bus kam.

„Hey, na? Bist du neu hier?“, fragte ich direkt und zog mir eine Strähne meiner dunklen Haare weg aus meinem Blick.

„Nein, wir sind nur auf Klassenfahrt hier.“, lächelte sie. Hinter ihr tauchte einer der Jungs auf, welcher mich kritisch beäugte.

„Ich bin Lara.“, grinste ich.

„Lisi.“, meinte das Mädchen und reichte mir ihre Hand. Überrascht blickte ich zwischen ihrer Hand und ihrem Gesicht umher. Ich war es nicht wirklich gewohnt, jemandem die Hand zu schütteln. Aber doch tat ich es und schüttelte ihrem Freund auch gleich die Hand.

„Und was macht ihr jetzt hier? Seid ihr ausgerissen?!“, lächelte ich da es ja komisch war, wenn die mit der Klasse hier waren und alleine umherfuhren.

„Wir gucken uns die Stadt an.“, meinte der Junge, der sich mir als Fabi vorgestellt hatte.

„Nein, Fabi. Wir gehen shoppen!“, verbesserte Lisi ihn.

„Oh cool, wir gehen auch shoppen!“, grinste ich. Nun kam auch Bill aus dem Bus, dicht gefolgt von Tom.

„Wo ist Lara jetzt schon wieder hin?“, murmelte er, als er an mir vorbei lief.

„Ich bin hier, du Depp!“, lachte ich und zog ihn am Ärmel zu mir. Als er erstmal total verwirrt zwischen mir und meiner neuen Bekanntschaft hier umher gesehen hatte, schmiss er seinen Arm wieder ganz locker um meine Schulter.

„Das sind Lisi und Fabi!“, stellte ich sie einander vor.

„Das sind Bill und Tom! Sind Zwillinge!“, grinste ich.

„Ihr Freund.“, meinte Bill und grinste Fabi arrogant an, wobei er sich von mir einen Stoß in die Rippen einfing.

„Ihr seid doch die was uns die Bushaltestelle geklaut haben?!“, schaltete sich nun auch Tom ein und tat ebenfalls eingebildet.

Mein Gott ich hasste die zwei, wenn sie so taten. Als möchte ihnen jemand ihr Loitsche in Beschlag nehmen.

„Sie sind nett!“, grinste ich mit hochgezogenen Augenbrauen, damit Tom und Bill auch wirklich meine Nachricht verstanden.

„Na gut. Gehen wir jetzt?“, fragte Bill abweisend.

„Hey wollt ihr vielleicht mitkommen?! Wenn ihr euch hier noch nicht auskennt…?!“, bot ich denen an, bei welchen jetzt auch die restlichen zwei Jungs auftauchten. Bill wollte gerade etwas dazwischen rufen, als Lisi jedoch grinsend nickte und mir folgte.